Maus

Maus
Mouse

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Maus [mau̮s], die; -, Mäuse ['mɔy̮zə]:
1. kleines [graues] Nagetier mit spitzer Schnauze, nackten Ohren und nacktem, langem Schwanz:
die Maus huscht ins Loch.
Zus.: Erdmaus, Feldmaus, Haselmaus, Hausmaus, Kirchenmaus, Waldmaus, Wühlmaus, Zwergmaus.
2. (EDV) meist auf Rollen gleitendes, per Funk oder Kabel mit einem Computer verbundenes Gerät, das auf dem Tisch hin und her bewegt wird, um den Cursor auf dem Monitor zu steuern:
mit der linken Taste der Maus klicken.
Zus.: Computermaus, Funkmaus.

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Maus 〈f. 7u
1. 〈Zool.〉
1.1 〈i. w. S.〉 Angehörige einer Familie der Nagetiere: Muridae
1.2 〈i. e. S.〉 Angehörige einer in Eurasien u. Australien verbreiteten Unterfamilie der Nagetiere: Murinae
1.3 〈im engsten Sinne〉 Hausmaus: Mus musculus
2. = Kugel
4. 〈EDV〉 über ein Kabel, Funk od. Infrarot mit einem Computer verbundenes Eingabegerät, dessen Bewegung auf einer Arbeitsplatte direkt in Bewegung des Cursors auf dem Bildschirm umgesetzt wird
5. 〈Kosewort für〉 Kindchen, kleines Mädchen
6. 〈Pl.; fig.; umg.〉 Mäuse Geld
abbeißen: da beißt die \Maus keinen Faden ab 〈umg.〉 da hilft nun alles nichts, es muss sein, es ist unumgänglich; Mäuse knabbern, nagen, pfeifen, piepen, rascheln ● weiße Mäuse sehen (im Delirium) 〈fig.; umg.〉 ● flink, still wie eine \Maus [<mhd. <ahd. mus, engl. mouse <lat. mus <grch. mys, idg. *mus;Muskel] Siehe auch Info-Eintrag: Maus - info!

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Maus , die; -, Mäuse [mhd., ahd. mūs, viell. urspr. = die Stehlende]:
1. (ugs.) kleines [graues] Nagetier mit spitzer Schnauze, das [als Schädling] in menschlichen Behausungen, auf Feldern u. in Wäldern lebt:
die Mäuse rascheln;
Mäuse fangen;
R da beißt die M. keinen/(seltener:) keine M. einen Faden ab (ugs.; daran ist nicht zu rütteln; H. u., viell. urspr. Versicherung des Schneiders gegenüber dem Kunden, dass dessen Stoff bei ihm gut aufgehoben sei);
weiße Mäuse (ugs. scherzh. veraltend; [motorisierte] Verkehrspolizisten in teilweise weißer Uniform);
graue M. (ugs. abwertend; unscheinbare Person, die wenig aus sich zu machen versteht, der wenig Beachtung geschenkt wird, die man für farblos hält);
weiße Mäuse sehen (ugs.; [im Delirium] Wahnvorstellungen haben).
2. (fam.) Kosewort:
du süße M.!
3. [schon mhd., ahd., nach lat. musculus, Vkl. von: mus, Muskel] (ugs.) Handballen unterhalb des Daumens.
4. <Pl.> [viell. entstellt aus Moos (3) od. nach dem Vergleich der (silber)grauen Farbe der Mäuse mit der der Silbermünzen] (salopp)
a) Geld:
keine Mäuse mehr haben;
b) Euro, Mark o. Ä.:
leih mir mal hundert Mäuse!
5. [ von engl. mouse, nach der Form] (EDV) meist auf Rollen gleitendes, über ein Kabel mit einem PC verbundenes Gerät, das auf dem Tisch hin u. her bewegt wird, um den Cursor od. ein anderes Markierungssymbol auf dem Monitor des Computers zu steuern.

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Maus,
 
Eingabegerät, mit dessen Hilfe ein Benutzer Bildschirminhalte auswählen und markieren kann. Die Maus kommt vor allem bei grafischen Benutzeroberflächen wie Windows oder Mac OS zum Einsatz. Mit ihr lässt sich ein (meist) pfeilförmiger Mauszeiger oder auch eine Einfügemarke an beliebige Positionen des Bildschirms bewegen, um ein Bedienungselement, eine Textpassage oder ein Objekt auszuwählen, Aktionen auszulösen oder auch Linien zu zeichnen.
 
Die Maus wurde Ende der 1970er-Jahre entwickelt und Anfang der 1980er-Jahre auf den Markt gebracht. Sie fand ihre Verbreitung zunächst mit Apple-Computern (v. a. Macintosh), später auch mit dem PC (in Verbindung mit dem Markterfolg von Windows).
 
Eine Maus ist ein Peripheriegerät, das sich in die Hand nehmen lässt und das auf einer Unterlage hin und her bewegt wird (relatives Zeigegerät). Für die Aktionen stehen ein (Mac OS), zwei oder drei Tasten (Windows) zur Verfügung (Maustaste). Spezielle Maustypen haben einige weitere Tasten, die sich durch Software mit besonderen Funktionen belegen lassen. Neuere Mäuse können auch über ein drehbares Rad (engl. wheel) verfügen, mit dem sich der Bildschirmausschnitt bewegen, also »scrollen« lässt; dieser Maustyp wird auch Scroll-Maus genannt.
 
Eine Maus kann, je nach Ausführung, an verschiedenen Schnittstellen angeschlossen werden (PS/2, USB, serielle Schnittstelle, vgl. auch: Busmaus), wird per Kabel oder durch Funk- bzw. Infrarotübertragung mit dem Computer verbunden und benötigt einen Gerätetreiber. Die Stromversorgung geschieht entweder über das Anschlusskabel oder durch eine Batterie (kabellose Maus).
 
Mäuse lassen sich danach unterscheiden, wie sie die Bewegungen der Hand in Signale umsetzen, die der Computer verarbeiten kann. Im Wesentlichen gibt es mechanische und optische Mäuse; mechanische Mäuse existieren auch in einer optomechanischen Variante.
 
Eine mechanische Maus verwendet eine Kugel, die in ihre Unterseite eingelassen ist und mit den Mausbewegungen auf der Unterlage abrollt. Die Drehungen der Kugel werden durch Reibung auf zwei Rädchen übertragen (je eines für Links-/Rechts- und für Vor-/Zurückbewegungen). Die Rädchen drehen Achsen, auf denen Impulserzeuger sitzen. Bei einer rein mechanischen Maus sind dies Scheiben, an deren Rand sich Kontaktpunkte befinden. Immer dann, wenn ein solcher Punkt einen fest stehenden Kontakt berührt, wird ein Stromkreis geschlossen und ein Bewegungssignal erzeugt.
 
Eine optomechanische Maus funktioniert ähnlich wie eine mechanische, verwendet aber andere Impulserzeuger. Sie benutzt Schlitz- oder Lochscheiben, die durch eine Lichtschranke laufen. Die Anzahl der Impulse, also der Unterbrechungen der Lichtschranken, gibt wieder, wie weit die Maus wohin bewegt wurde.
 
Mechanische und optomechanische Mäuse funktionieren nicht auf jedem Untergrund, weil nicht überall der nötige Reibungswiderstand gegeben ist. Sie sollten daher möglichst auf einem Mauspad bewegt werden.
 
Eine optische Maus benötigt keine Rollkugel. Sie registriert Reflexionen des Untergrundes mithilfe optischer Sensoren. Dabei haben sich zwei unterschiedliche Verfahren durchgesetzt. Beim älteren Verfahren muss auf der Unterlage ein farbiges Gitter vorhanden sein. Die Maus beleuchtet die Linien mit zwei verschiedenfarbigen Lämpchen und registriert durch Sensoren die jeweiligen Farbreflexionen. Das neuere Verfahren benötigt keine spezielle Unterlage. Hier erfasst die Maus durch ein spezielles Fotoverfahren kontinuierlich die Struktur des Untergrunds. Wird sie bewegt, weicht das dann erzeugte Bild vom vorherigen Bild ab. Diese Abweichungen können registriert und in Bewegungssignale umgesetzt werden.
 
 
Leuchtet eine optische Maus auch dann noch, wenn der Computer ausgeschaltet ist, bietet sie i. d. R. eine besondere Funktion: Der Computer lässt sich in diesem Fall auch per Mausklick einschalten. Damit dies möglich ist, muss die Maus in Betrieb bleiben.

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Maus, die; -, Mäuse [mhd., ahd. mūs, viell. urspr. = die Stehlende; 3 a: schon mhd., ahd., nach lat. musculus, Vkl. von: mus, ↑Muskel; 3 b: der Knorpel wird wegen seiner Beweglichkeit mit einer Maus verglichen; 4: viell. entstellt aus ↑Moos (3) od. nach dem Vergleich der (silber)grauen Farbe der Mäuse mit der der Silbermünzen; 5: LÜ engl. mouse, nach der Form]: 1. kleines [graues] Nagetier mit spitzer Schnauze, nackten Ohren u. nacktem, langem Schwanz, das [als Schädling] in menschlichen Behausungen, auf Feldern u. in Wäldern lebt: die Mäuse rascheln, piepsen, pfeifen, quieken; die M. nagt, knabbert am Käse; die M. huscht ins Loch, geht in die Falle; Mäuse fangen; flink wie eine M. (sehr flink); Die Holzwolle roch nach alten Kartoffeln, nach Weihnachten und Mäusen (Bieler, Bonifaz 114); R da beißt die M. keinen/(seltener:) keine M. einen Faden ab (ugs.; daran ist nicht zu rütteln; H. u., viell. urspr. Versicherung des Schneiders gegenüber dem Kunden, dass dessen Stoff bei ihm gut aufgehoben sei); diese Zahlen sind ... anerkannte Tatsachen und Zahlen. Da beißt die M. keinen Faden ab! (Siegel, Bruchheilung 122); das trägt eine M. auf dem Schwanz weg (ugs.; das ist äußerst wenig); Ü Keine M. (ugs.; niemand) kam ins Flugzeug, ohne ... kontrolliert worden zu sein (Cotton, Silver-Jet 5); *weiße M. <meist Pl.> (ugs. scherzh.; [motorisierter] Verkehrspolizist in teilweise weißer Uniform): eine weiße M. regelte den Verkehr; die Kolonne wurde von weißen Mäusen begleitet; graue M. (ugs. abwertend; unscheinbare Person, die wenig aus sich zu machen versteht, der wenig Beachtung geschenkt wird, die man für farblos hält): es fehlt ihm aller Glanz, er ist eher eine graue M.; In dem Pfarrersmilieu ... galten Frauen wenig, sie waren graue Mäuse, die sich im Hintergrund zu halten hatten (Dierichs, Männer 63); weiße Mäuse sehen (ugs.; [im Delirium] Wahnvorstellungen haben): die Ägypter soffen, dass sie ... nicht nur weiße Mäuse, sondern selbst Heuschrecken, Schnaken, Frösche sahen (Winckler, Bomberg 103); Mäuse merken (salopp; Schliche, Tricks erkennen; merken, wo etw. nicht stimmt); wie eine gebadete M. (ugs.; völlig durchnässt). 2. (fam.) Kosewort: du süße M.! 3. a) (ugs.) Handballen unterhalb des Daumens: sich in die M. schneiden; b) (Med.) Gelenkmaus. 4. <Pl.> (salopp) a) Geld: keine Mäuse mehr haben; Eines nicht fernen Tages. Wirste sehen. ... dann mach ich die dicken Mäuse (verdiene ich viel Geld; Danella, Hotel 39); b) Mark: leih mir mal hundert Mäuse!; Wenn du ... die ... sechste Zahl getroffen hättest, wärst du jetzt Millionär, aber 50 000 Mäuse sind auch kein Pappenstiel (Augsburger Allgemeine 6./7. 5. 78, XV). 5. (EDV) meist auf Rollen gleitendes, über ein Kabel mit einem PC verbundenes Gerät, das auf dem Tisch hin u. her bewegt wird, um den Cursor od. ein anderes Markierungssymbol auf dem Monitor des Computers zu steuern. 6. (salopp) weibliche Scham; Vulva.

Universal-Lexikon. 2012.

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